2026-09-19 · Birdia Blog

Ist mein Putter-Face richtig ausgerichtet?

Kurze Antwort: Schau von hinter dem Ball mit den Augen über der Linie: Das Face muss senkrecht zu deiner gewählten Startlinie zeigen. Zur Kontrolle legst du eine Stange auf den Boden oder nutzt die aufgedruckte Ball-Linie plus einen Putt-Spiegel. Das Face bestimmt rund 83 % der Startrichtung (Dave Pelz) – deshalb ist es das Erste, was stimmen muss.

Warum das Face mehr entscheidet als der Stroke

Dave Pelz kam nach Tausenden gemessener Putts in seiner Putting Bible zu dem Schluss, dass das Putter-Face im Impact rund 83 % der Startlinie des Balls bestimmt – und der Weg des Strokes nur die restlichen 17 %. Praktisch übersetzt: Zeigt das Face 1° nach rechts, startet der Ball fast vollständig nach rechts, egal wie perfekt dein Bogen ist.

Deshalb ist die saubere Face-Ausrichtung am Address kein optisches Detail, sondern die Variable mit dem größten Gewicht beim Lochen. Bevor du dich um Tempo oder Bogen kümmerst: Bring das Face in Position.

So prüfst du deine Ausrichtung am Address

1. Zuerst hinter den Ball. Wie Dave Stockton lehrt, wählst du deine Linie und deinen Zwischenpunkt (ein Grasfleck 20–30 cm vor dem Ball) von hinten – nicht von oben über dem Ball.

2. Nutze die Ball-Linie. Richte sie auf deine Startlinie aus und stelle die Markierung am Putter-Face parallel dazu. Passen beide nicht zusammen, trügt dich dein Auge.

3. Stange auf dem Boden. Auf dem Putting Green legst du eine Stange in Richtung Loch (oder auf den Einlaufpunkt bei Break) und prüfst, ob das Face senkrecht dazu steht.

4. Putt-Spiegel. Bestätige zusätzlich, dass deine Augen über der Linie liegen; sind sie zu weit innen oder außen, siehst du das Face dort zeigen, wo es gar nicht ist.

Birdia analysiert dein Putt-Setup direkt vom Handy Bild für Bild und warnt dich, wenn Face und Augen nicht zu deiner gewählten Linie passen – genau dort, wo sich der 83-%-Fehler einschleicht.

Die Augentäuschung: Fast alle zielen falsch

Stan Utley betont in The Art of the Short Game, dass die visuelle Wahrnehmung von oben über dem Ball verzerrt, was du für „gerade" hältst. Viele Spieler haben das Gefühl, aufs Loch zu zielen, während das Face mehrere Grad offen oder geschlossen steht. Deshalb ist die externe Kontrolle (Stange, Ball-Linie, Spiegel) unverzichtbar: Auf das Gefühl allein kannst du dich nicht verlassen.

Harvey Penick brachte es mit seiner Idee der immer gleichen Routine auf den Punkt: Wiederhole bei jedem Putt denselben Aim-Prozess, damit dein Gehirn nicht improvisiert. Mit Birdia kannst du überprüfen, ob deine Ausrichtungs-Routine von Putt zu Putt konstant bleibt oder sich unter Druck verändert.

Fuentes

Häufig gestellte Fragen

Hilft die aufgedruckte Ball-Linie wirklich beim Ausrichten?

Ja, aber nur, wenn du sie richtig platzierst. Die Ball-Linie ist ein regelkonformes und nützliches Hilfsmittel, das deine Ausrichtung überprüfbar statt intuitiv macht. Der Trick: Richte sie von hinter dem Ball auf deine Startlinie aus und stelle dann das Putter-Face parallel dazu. Falsch orientiert verstärkt sie den Fehler, statt ihn zu korrigieren.

Wie sehr macht ein Grad offenes Face bei einem kurzen Putt aus?

Deutlich mehr, als man denkt. Laut Dave Pelz' Daten bestimmt das Face rund 83 % der Startrichtung, also lenkt 1° Öffnung den Ball fast vollständig auf diese Seite. Bei einem 1,5-Meter-Putt kann dieses eine Grad den Ball schon aus der Lochbreite tragen. Deshalb ist die Face-Ausrichtung Priorität Nummer eins.

Soll ich aufs Loch oder auf den Einlaufpunkt ausrichten?

Auf den Einlaufpunkt, sobald es Break gibt – nie direkt aufs Loch. Wie Dave Stockton erinnert, liest du zuerst das Gefälle und entscheidest, wo der Ball einläuft; dieser Einlaufpunkt (oder der Scheitel der Kurve) ist dein echtes Ausrichtungsziel. Das Face bei einem Break-Putt aufs Lochzentrum zu richten, garantiert einen Fehlversuch auf der hohen oder tiefen Seite.

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